Hands on Spürbare Aufbruchstimmung und Vorfreunde lagen am 17. November in der Architektenkammer NRW in der Luft: Die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Hands-on Teams 2026 trafen erstmals zusammen – eine engagierte Gruppe aus Studierenden, Absolventinnen und Absolventen sowie jungen Architekt*innen verschiedener Fachrichtungen aus ganz NRW. Ziel des Treffens war es, sich kennenzulernen und gemeinsam einen Ausblick auf die sieben Wochen zu bekommen, die das Team im kommenden Jahr in Mae Sot, Thailand verbringen wird. Die Reise beginnt am 9. Januar 2026. Bis zum 22. Februar werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort in enger Zusammenarbeit mit lokalen Arbeitskräften aus recycelbaren und möglichst nachhaltigen Materialien mehrere neue Klassenräume an einer Schule für geflüchtete Kinder aus Burma errichten. Das Projekt verbindet architektonisches Know-how, praktische Arbeitserfahrung und einen starken sozialen Anspruch. Die Finalgruppe von zwölf Personen wurde von der Stiftung Deutscher Architekten (SDA) in einem mehrstufigen Auswahlprozess ermittelt. Insgesamt hatten sich 106 Interessierte beworben; rund 30 Bewerberinnen und Bewerber wurden im Sommer zu einem Vorauswahl-Workshop ins Baukunstarchiv NRW in Dortmund eingeladen. Dort fand ein intensiver Lehmbaustoff-Workshop mit Björn Klug (Conluto – Vielfalt aus Lehm) statt. Nach ausführlichen Gesprächen mit dem SDA-Team sowie dem Projektarchitekten Jan Glasmeier und kleineren praktischen Übungen wurde schließlich die Gruppe für Hands-on 2026 zusammengestellt. Nach einer thematischen Einführung in das Kammerwesen stellte Markus Lehrmann, Geschäftsführer der Stiftung Deutscher Architekten, die Arbeitsweise und Formate der Stiftung vor. Anschließend gab Jan Glasmeier einen Einblick in das bevorstehende Vorhaben in Mae Sot und erläuterte die geplanten Bauaufgaben. Um das neue Hands-on Team bestmöglich auf die kommenden Wochen vorzubereiten, berichteten zudem zwei ehemalige Teilnehmerinnen von ihren Erfahrungen und schilderten ihre Eindrücke aus dem vorherigen Projekt. Beim Kennenlerntreffen zeigte sich schnell, dass die Vorfreude und die Motivation der Gruppe groß sind. Die meisten möchten „endlich mal anpacken“, „selbst etwas bauen“, einen sozialen Beitrag leisten und gleichzeitig neue Techniken und den Umgang mit anderen Materialien kennenlernen. Besonders die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort wurde vielfach als wertvollster Eindruck erwartet. Die Reise des Hands-on Teams 2026 wird ausführlich dokumentiert. Auf den Social-Media-Kanälen der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen werden wöchentlich Einblicke in den Fortschritt des Projekts, die Arbeit vor Ort und die Erfahrungen der Gruppe veröffentlicht. Das Treffen endete mit gespannter Erwartung und dem Gefühl, dass in wenigen Wochen eine besondere, prägende Zeit beginnt.Hands-on geht in die dritte Runde
© Lea Thormeyer / Architektenkammer NRW