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Der Vorstand und das Kuratorium der Stiftung Deutscher Architekten konstitu- ierten sich am 7. April im Haus der Architekten.

Talente auszeichnen – Vergangenheit erforschen – Visionen realisieren

Am 7. April 2016 trafen sich Vorstand und Kuratorium der Stiftung Deutscher Architekten zu ihrer ersten gemeinsamen Sitzung im Haus der Architekten. Neben langjährigen Mitgliedern begrüßte Architekt Ernst Uhing als Vorstandsvorsitzender besonders die neuen Mitglieder. Die ehrenamtliche Arbeit für die Stiftung sei die Basis für das Gelingen der Stiftungsarbeit, betonte Uhing. Einstimmig wurde Michael Ferber auch in dieser Legislaturperiode zum Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt.

„Der Kontakt zu jungen Nachwuchskollegen muss gefördert und intensiviert werden“, waren sich die Gremienmitglieder einig. In einer kleinen Arbeitsgruppe sollen neue Kommunikationswege und spezielle Angebote für Studenten, Absolventen und junge Architektinnen und Architekten sowie Stadtplaner diskutiert werden.

Talente auszeichnen: Förderpreis 2016

Die Stiftung Deutscher Architekten lobt in diesem Jahr zum 16. Mal ihren Förderpreis für außergewöhnliche Leistungen, die im Rahmen eines Architektur-, Innenarchitektur- oder Landschaftsarchitekturstudiums oder des Studiums der Stadtplanung erbracht wurden, aus. Der Förderpreis richtet sich an besonders begabte Absolventinnen und Absolventen aller Fachrichtungen, die die Voraussetzungen zur Eintragung in die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen erfüllen und von ihrem Hochschullehrer eine entsprechende Empfehlung nachweisen können. Es geht nicht darum, eine gute Einzelleistung zu prämieren, sondern die besondere Begabung festzustellen.

Kammerfähige Abschlüsse können derzeit an 15 nordrhein-westfälischen Hochschulen erlangt werden, die gezielt auf eine Beteiligung am diesjährigen Förderpreis hingewiesen werden. Der Förderpreis ist mit insgesamt 16.000 Euro dotiert.

Für 2017 plant die Stiftung Deutscher Architekten die Durchführung einer Fachexkursion für Absolventen und Absolventinnen nach Astana (Expo 2017). Die Exkursion richtet sich an junge zukünftige Architektinnen und Architekten sowie Stadtplaner.

Vergangenheit erforschen: Promotionsstipendium zum Themenschwerpunkt „Ruhrgebietsarchitektur des 20. Jahrhunderts“ bzw. „Nachkriegsarchitektur in NRW“

Bereits seit 2008 vergibt die Stiftung Deutscher Architekten zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Studiengänge Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung Promotionsstipendien. Die Stipendiaten Moritz Wild und Alexander Bartscher lieferten ihren zweiten Sachstandsbericht zu den Themen „René von Schöfer – Architekt, Stadtplaner und Bauforscher“ bzw. zu „Carlfried Mutschler, Architekt“.

In ihrer Sitzung am 7. April 2016 haben Vorstand und Kuratorium beschlossen, in diesem Jahr ein weiteres Promotionsstipendium auszuloben. Die Förderung wird im 1. Quartal 2017 beginnen und für maximal drei Jahre bewilligt. Gefördert wird ein Promotionsvorhaben, das sich mit nordrhein-westfälischer Architektur durch die Bearbeitung eines Archivbestandes beschäftigt.

Mit dem Stipendium wird das Erstellen einer eigenständigen Dissertation  gefördert, bei der Nachlässe oder Nachlassteile des Baukunstarchivs NRW bearbeitet und erschlossen werden.

Visionen realisieren: Baukunstarchiv NRW

Mit der Beurkundung des Gesellschaftsvertrages der vier Gesellschafter – Stiftung Deutscher Architekten, Architektenkammer NRW, Ingenieurkammer-Bau NRW und Förderverein für das Baukunstarchiv NRW wurde ein Meilenstein in der Entwicklung des maßgeblich von der Stiftung geförderten Projektes erreicht. Das beschlossene Promotionsstipendium über die Erforschung eines Nachlasses aus dem Bestand des Baukunstarchivs unterstützt dabei die Bedeutung dieses Projektes.

Bis zur Eröffnung ist es allerdings noch ein weiter Weg: Die Umbau- und Renovierungsmaßnahmen werden noch bis 2018 andauern. Herr Uhing dankt Markus Lehrmann, der die Geschäftsführung der Baukunstarchiv NRW gGmbH übernommen hat, ausdrücklich für sein großes Engagement.

In Planung: Sight running

Das nichtkommerzielle Projekt Sight running NRW verbindet Baukultur mit Bewegung. Die Routen sollen stadttypische Gebäudeensembles, Grünzonen und urbane Räume erschließen. Das Projekt wird von verschiedenen Netzwerkpartnern, darunter die AKNW, die IK-Bau NRW, StadtBauKultur NRW und Landessportbund betrieben.

Die Stiftung Deutscher Architekten wird sich mit Manpower beteiligen und im Rahmen der redaktionellen Qualitätssicherung beim Aufbau der Internetplattform beteiligt. Das Projekt wird für drei Jahre gefördert.

Finanzielle Situation

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stallmeyer bescheinigt der Stiftung Deutscher Architekten eine solide Kapitaldecke zur Erfüllung des Stiftungszwecks. Satzungsgemäß ist das die Förderung der Kunst und Kultur sowie von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Architektur, insbesondere der Baukultur und des Bauwesens sowie die Förderung des Berufsnachwuchses in den Fachbereichen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung.

Die Stiftung finanziert ihre Projekte wegen weiter zurückgehender Zinserträge inzwischen nahezu ausschließlich durch Spenden.

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Zur Förderung von hervorragender Architektur und dem Nachwuchs in NRW wurde 1985 die Stiftung Deutscher Architekten gegründet, deren Arbeit nur dank zahlreicher Spenden möglich ist.

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Die Stiftung Deutscher Architekten hat die Initiative ergriffen, im ehemaligen Museum am Ostwall in Dortmund ein zentrales Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst in NRW zu schaffen.

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