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Gemeinsame Sitzung im Gartensaal des Baukunstarchivs NRW: Vorstand und Kuratorium der Stiftung Deutscher Architekten - Foto: Christof Rose / Architektenkammer NRW

Stiftung Deutscher Architekten: Nachwuchsförderung bleibt unverzichtbar

Einstimmig haben die Mitglieder des Vorstands und des Kuratoriums der Stiftung Deutscher Architekten eine neue Projektstruktur für die künftige Stiftungsarbeit vereinbart. In einer gemeinsamen Sitzung der Gremien am 5. Mai im Baukunstarchiv in Dortmund wurde beschlossen, die vier Säulen der baukulturellen (Nachwuchs-)Förderung grundsätzlich zu erhalten.

„Die Förderung unseres Berufsnachwuchses bleibt unverzichtbar“, unterstrich Ernst Uhing, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher Architekten und Präsident der Architektenkammer NRW. „Gerade in Zeiten, in denen die Anforderungen an das Planen und Bauen in technischer Hinsicht und in Fragen der Nachhaltigkeit immer weiter wachsen, müssen wir junge Planerinnen und Planer dazu ermutigen, ganzheitlich und interdisziplinär zu denken.“ Der satzungsgemäße Stiftungszweck wird entsprechend um Projekte erweitert, die sich verstärkt den Zukunftsthemen widmen.

Die Stiftung wird mit ihren kleinen, aber ausgesuchten Projekten weiterhin im „Best of“ Bereich agieren; der Stiftungszweck wird durch die zielgruppenscharfe Förderung weiterhin erreicht werden. Neben der Unterstützung des Baukunstarchivs und der Vergabe von Stipendien bleiben der „Förderpreis“ und das „Summercamp“ erhalten; beide Format wechseln sich im jährlichen Rhythmus ab: Der Förderpreis richtet sich an besonders begabte Absolventinnen und Absolventen der letzten beiden Abschlussjahrgänge, die von ihrem Hochschulprofessor bzw. ihrer -professorin vorgeschlagen werden müssen.
Zum Summercamp können sich an junge Architekturschaffende anmelden, die noch nicht Kammermitglied sind und eine jeweils bestimmte Altersgrenze noch nicht überschritten haben.

Architekturbiennale wird Anker des Summercamps

Das „Summercamp“ der Stiftung Deutscher Architekten erfährt einen Relaunch mit folgenden wichtigen Eckpunkten:

  • Das Summercamp ist international.
  • Es findet eine Zusammenarbeit mit Hochschulen oder Architekturbüros statt.
  • Das Exkursionsziel ist baukulturell attraktiv.
  • Neben der Arbeit an einem Thema wird mehr Zeit für Gespräche und den Austausch eingeplant.
  • Der Workshop wird mit Ankerthemen oder Megatrends verbunden.

Vor dem Hintergrund dieser Zielvorgaben soll Venedig regelmäßiger Standort der Summercamps werden. Die erste Reise nach Venedig findet in diesem Herbst statt; sie ist bereits ausgebucht. Die Architekturbiennale wird zukünftig Anker des Summercamps sein. Das jeweilige Thema der Biennale wird im Workshop aufgegriffen. Eine teilweise Anerkennung als Weiterbildung soll erreicht werden.

Volunteers, hands on!

Neu beschlossen wurde die Projektreihe „volonteers, hands on“, bei dem die Studierenden selbst an einem gemeinnützigen Projekt mitarbeiten können sollen. Voraussetzung ist, dass man bestehende Vorhaben unterstützt. Mit diesem Projekt wird an die guten Erfahrungen aus der Kooperation mit der RWTH Aachen beim Projekt „Des étudiants construisent pour des étudiants“ im Jahr 2010 in Kananga in der Demokratischen Republik Kongo angeknüpft.

Dank an den Vorstand

Dass die Arbeit der Stiftung Deutscher Architekten professionell und transparent durchgeführt wird, bestätigte Wirtschaftsprüfer Ralf Sieben in der Sitzung am 5. Mai im Baukunstarchiv NRW. Die finanzielle Lage der Stiftung macht die weitere Entwicklung der Projekte - zumindest in nächster Zeit - möglich. Die Wirtschaftsprüfer der Dr. Stallmeyer GmbH erteilten für das 2021 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk; das Kuratorium entlastete den Vorstand einstimmig und dankte für den Einsatz.

 

 

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