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Stipendien

Stiftung deutscher Architekten

Erstes Stipendiatentreffen im Haus der Architekten

15.05.2011 | Auf Einladung des Vorstandes der Stiftung Deutscher Architekten trafen sich Anfang Mai die vier aktuellen Stipendiaten der Stiftung zu einem ersten Informationsaustausch über ihre Forschungsvorhaben. Mit Beginn dieses Jahres hatte die Stiftung Deutscher Architekten die Förderung von zwei weiteren Forschungsvorhaben beschlossen. Zwischenzeitlich wurden die Vertragsbedingungen mit den Hochschulen und den Stipendiaten abgestimmt, so dass nun der offizielle Startschuss und die Aufnahme der Forschungsarbeit in einem gebührenden Rahmen begangen werden sollte.

Unter den wohlwollenden, aber auch kritischen Augen von Vertretern aus Vorstand und Kuratorium der Stiftung präsentierten die jungen Forscher ihre Vorstellungen und ihre Ziele, die bisherigen Arbeitsschritte und -ergebnisse.

Sabine M. Burggräf und Stefan Rethfeld promovieren an der TU Dortmund (Fakultät Bauwesen, Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur) zu den Themenfeldern „Der Weg der Idee – die IBA-Emscherpark“ und über „Harald Deilmann – ein Gestalter seiner Zeit“. Die Arbeiten werden von Prof. Wolfgang Sonne betreut. Beide Stipendiaten haben ihre Recherchearbeit zum überwiegenden Teil abgeschlossen und widmen sich nun der Auswertung und der Interpretation ihrer Ergebnisse. Die Vorträge waren klar gegliedert und ließen die intensive Auseinandersetzung der Stipendiaten in den letzten Jahren mit ihrem Thema erkennen.

Am Anfang dieses Weges stehen Patricia Merkel und Steffen Wurzbacher. Patricia Merkel befasst sich an der Universität Siegen, Fakultät II - Bildung, Architektur, Künste mit Leben und Werk von Ernst Neufert. Während Neuferts Leistung als Pionier der Normierung und Bauentwurfslehre allgemein bekannt ist, will sich Merkel in ihrer Forschungsarbeit insbesondere seinen Werken widmen und damit die Lücken in der biografischen Würdigung schließen. Ihr erstes Rechercheziel ist die Erstellung eines kompletten Verzeichnisses von Neuferts Bauentwürfen und realisierten Bauten sowie eine vollständige Bibliografie seiner Bücher, Schriften und Vorträge. Die Erarbeitung und Analyse des biografischen Teils sollen eine Grundlage bilden, um Haltung und Wirken Ernst Neuferts zu verstehen, ihn in einen architekturhistorischen Gesamtzusammenhang einzubinden und seine Rolle innerhalb der Architekturgeschichte neu zu bestimmen. Ihr Forschungsvorhaben wird von Prof. Ulf Jonak begleitet.

Steffen Wurzbacher untersucht in seinem Promotionsvorhaben die Abhängigkeiten und die Auswirkungen verschiedener Dichtetypen und Dichtegradienten untereinander und in Bezug auf Energieströme in urbanen Strukturen. Dabei geht er u. a. den Fragen nach, wie sich Technologien zur aktiven Solargewinnung auf bauliche Dichten auswirken oder welches Mindestmaß einer baulichten Dichte erforderlich ist, um energieeffiziente Mobilitätskonzepte zu etablieren. Das Thema „Verhältnis zwischen urbaner Dichte und Energie“ bearbeitet eine Schnittstelle zwischen den Disziplinen Architektur, Städtebau, Urbanistik, Soziologie und Bauphysik. Angegliedert und erstbetreut wird die Arbeit am Lehrstuhl Städtebau der Universität Wuppertal von Prof. Tanja Siems.

Die Stipendiaten werden regelmäßig im Deutschen Architektenblatt über ihre Forschungsergebnisse berichten. Vorstand und Kuratorium der Stiftung Deutscher Architekten wünschen den Stipendiaten weiterhin gute Fortschritte bei ihrem Promotionsvorhaben. l ub


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