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Stipendien

Stiftung Deutscher Architekten

Leben und Werk von Harald Deilmann steht im Mittelpunkt

Ulrike Breuckmann

16.02.2009 | Stefan Rethfeld beginnt seine Promotion am 1. April 2009. Der junge Münsteraner Architekt ist der zweite Stipendiat der Stiftung Deutscher Architekten, der im Rahmen der Graduiertenschule „Städtisches Bauen in NRW - Leitbilder, Bautypen und Architekten im 20. Jahrhundert“ an der Technischen Universität Dortmund seine Promo-tion beginnt. „Gerade in jüngsten Tagen erleben wir in vielen Städten wie Gebäude der Nachkriegsmoderne umgestaltet, bisweilen sogar abgerissen werden. Oftmals hat sich der Denkmalschutz in diese Phase noch nicht vorgearbeitet, die Öffentlichkeit kein Bewusstsein gebildet und die Wissenschaft das Schaffen der jüngsten Architektengeneration des Wiederaufbaus in Deutschland nur lückenhaft erforscht“, erläutert Stefan Rethfeld sein Interesse an der Graduiertenschule.

Im Rahmen seiner Bauzeichnerausbildung hatte Stefan Rethfeld Harald Deilmann bereits 1989 kennengelernt; doch erst nach seinem Architekturstudium in Berlin und Wien intensivierte sich der Kontakt. Stefan Rethfeld ist seit 1999 selbständig als Architekt und Journalist in Berlin tätig, seit 2005 allerdings schwerpunktmäßig von Münster aus aktiv. Dort hat er bereits mehrere baukulturelle Initiativen und Projekte, u. a. den Architekturführer Münster und einen monatlich erscheinenden Architekturkalender „architektur stadt ms“, initiiert. Schwerpunkte seiner beruflichen Tätigkeit sind Medienarbeit, Kulturmanagement und Baupraxis. Die Entscheidung für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Leben und Werk von Harald Deilmann begründet Rethfeld nicht nur mit der engen Zusammenarbeit im Rahmen des Architekturführers. „Deilmanns Bauten sind Ausdruck gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Neuerungen. Seine Architektur ist auf Engste mit den Zeitläufen, mit wechselnden Bauaufgaben und Zukunftsaussichten verflochten“, so Rethfeld. 

Die Stiftung Deutscher Architekten hatte im August letzten Jahres zwei Promotionsstipendien vergeben. Im Rahmen ihrer Dissertation bearbeitet seit 1. November 2008 Sabine Marion Burggräf das Thema IBA Emscher Park an der TU Dortmund, unterstützt mit Geldern der Stiftung Deutscher Architekten.


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