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Stipendien

Architekturarchiv und Nachwuchsförderung

Erste Promotions-Stipendien vergeben

Ulrike Breuckmann

16.10.2008 | Am 1. November 2008 wird die erste Stipendiatin der Stiftung Deutscher Architekten ihre Promotion an der Technischen Universität Dortmund beginnen. Die Stiftung hatte im Rahmen ihrer Aktivitäten zur Architekturarchivierung zusammen mit dem Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur der Universität Dortmund – die seit vielen Jahren das Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (A:AI) betreibt - das Graduiertenkolleg „Städtisches Bauen in NRW. Leitbilder, Bautypen und Architekten im 20. Jahrhundert“ entwickelt. Mit der Vergabe von zwei Stipendien werden Doktorarbeiten gefördert, die als Promotionsthema Nachlässe oder Nachlassteile aus Architektur-Sammlungen bearbeiten und im Rahmen der wissenschaftlichen Forschung für die Allgemeinheit erschließen.

Sabine Marion Burggräf hatte sich bereits während ihres Architekturstudiums an der Hochschule Bochum intensiv mit den Themenfeldern Stadt-/Regionalplanung sowie Stadtbaukultur auseinandergesetzt. "Ich habe mich für ein wissenschaftliches Aufbaustudium für Planungs- und Baumanagement entschieden, um michin einem breit angelegten Fach zu spezialisieren", sagt die Stipendiatin. "Außerdem haben mich die administrativen, wirtschaftlichen und organisatorischen Hintergründe für eine nachhaltige (Stadt-)Planung begeistert“, fügt sie hinzu. 

Mit einer beruflichen Spezialisierung in Projekt-/Stadtentwicklungen für brachgefallene Industrieareale und Forschung für die qualitativ hochwertige, städtebaulich nachhaltige Umsetzung von Großprojekten hatte sie bereits während der beiden Studiengänge begonnen.

Die zweite Diplomarbeit an der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit der LEG NRW und der Stadt Dortmund untersuchte am Beispiel Phoenix Dortmund Managementstrukturen von Kommunen, Bund und Ländern und deren (möglichen) Einfluss auf Flächennutzungen und Planungsinhalte von städtebaulichen Großprojekten. Für ihre Diplomarbeit erhielt sie unter anderem den Dekanspreis 2004 der Bergischen Universität Wuppertal und den Förderpreis 2005 des Deutschen Verbands der Projektmanager. 

Vorstand und Kuratorium der Stiftung Deutscher Architekten hatten im Mai 2008 die Vergabe von zwei Promotionsstipendien beschlossen. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist im August 2008 lagen 30 Bewerbungen von interessierten Architekten aus ganz Deutschland vor.

Bei der Auswahl der Stipendiaten durch eine gemeinsame Kommission wurden unter anderem die Qualifikation des Bewerbers/der Bewerberin, die Qualität des Forschungsvorhabens und die passende thematische Ausrichtung des Forschungsvorhabens bewertet. Das Stipendium wird für maximal drei Jahre gewährt. Das zweite Stipendium erhält Stefan Rethfeld aus Münster. Ihn werden wir mit Beginn seiner Promotion im April 2009 vorstellen.


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