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Vertreterversammlung: Architektenkammer bringt Baukunstarchiv NRW voran

"Ein großes Bundesland wie Nordrhein-Westfalen benötigt dringend ein Baukunstarchiv zur Sicherung und Erforschung bedeutender Architektennachlässe!“ Mit diesen programmatischen Worten warb der Präsident der Architektenkammer NRW, Ernst Uhing, bei den 201 Delegierten der Vertreterversammlung der AKNW um Unterstützung für den Antrag, das seit langem geplante Baukunstarchiv NRW nun endlich voran zu bringen. Die VVS stimmte mit überwältigender Mehrheit zu und beschloss zudem, den zunächst vorgesehenen Betriebskostenzuschuss auf jährlich 25.000 Euro zu erhöhen.

„Die Sicherung der Nachlässe unserer einflussreichen Architektinnen und Architekten ist eine herausragende baukulturelle Aufgabe, die dringend umgesetzt werden muss“, unterstrich der Präsident der Architektenkammer NRW, Ernst Uhing, in seiner Begründung des Beschlusses, der über alle Architektenverbände hinweg gut geheißen wurde. „Unsere Einigkeit sendet ein starkes Signal an alle Partner, die sich ebenfalls für die Einrichtung dieses Instituts engagieren“, unterstrichen die Vorsitzende der BDB-Kollegengruppe, Gabriele Richter, und der Listenführer und Landesvorsitzende des BDA, Peter Berner. Beide forderten in einem gemeinsamen Statement zur Erhöhung des finanziellen Engagements der Kammer auf.

Wie Präsident Uhing noch einmal verdeutlichte, ist das Baukunstarchiv NRW ein gemeinsames Vorhaben der Architektenkammer NRW, der Stiftung Deutscher Architekten und der Ingenieurkammer-Bau NRW. Das nordrhein-westfälische Bauministerium hat zugesagt, die bauliche Einrichtung des Archivs einmalig finanziell zu unterstützen. In Verhandlungen mit verschiedenen weiteren Partnern konnte u. a. erreicht werden, dass die Stadt Dortmund das ehemalige Museum am Ostwall als Räumlichkeit für das Baukunstarchiv NRW herrichten und dem Betreiber miet- und abgabenfrei zur Verfügung stellen will. Der Förderverein für das Baukunstarchiv NRW hat sich verpflichtet, das Betriebskostenrisiko vollständig zu tragen.

Vor dem Hintergrund dieser positiven Verhandlungsergebnisse und mit Blick auf die große baukulturelle Bedeutung des Projektes beschloss die Vertreterversammlung der Architektenkammer NRW, gemeinsam mit der Stiftung Deutscher Architekten, der Ingenieurkammer-Bau NRW und dem Förderverein eine Betriebsgesellschaft gründen zu wollen. „Die Dokumentation, Erforschung und Fortschreibung der Baugeschichte Nordrhein-Westfalens ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe“, betonte Kammerpräsident Ernst Uhing. „Ich bin froh, dass inzwischen viele Partner sich mit großem Engagement in das Baukunstarchiv NRW einbringen wollen.“

Die 60. Vertreterversammlung der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen tagte am 25.10.14 in Münster. Das höchste Gremium der berufsständischen Selbstverwaltung der nordrhein-westfälischen Architektenschaft entlastete den Kammervorstand, beschloss den Jahreshaushalt 2015 der Architektenkammer NRW und fasste weitere berufspolitische Beschlüsse.

Den ausführlichen Bericht zur Vertreterversammlung 2014 in Münster lesen Sie auf den Seiten der Architektenkammer NRW.

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