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Steffen Wurzbacher

Steffen Wurzbacher, Stipendiat der Stiftung Deutscher Architekten, promovierte über das Thema "Zum Verhältnis urbaner Dichte und Energie".

Promotion Steffen Wurzbacher: "Verhältnis urbaner Dichte und Energiegewinnung"

Steffen Wurzbacher, Stipendiat der Stiftung Deutscher Architekten, hat nach einem 30-minütigen Vortrag und einem Prüfungsgespräch die Ankündigung seiner Promotion entgegen genommen. Seine Dissertation widmete der Architekt dem Verhältnis von urbaner Dichte und Energiegewinnung.

In gewohnt professioneller Weise nahm Steffen Wurzbacher am Ende seines 30-minütigen Vortrages und eines Prüfungsgespräches die Ankündigung seiner Promotion entgegen. Mit der Übergabe der Promotionsurkunde, die  nach der Veröffentlichung seiner Arbeit erstellt wird, gehört Steffen Wurzbacher dann zum Kreis derjenigen, die besonders befähigt sind, vertieft wissenschaftlich zu arbeiten. Seine Dissertation hat Architekt Wurzbacher dem Verhältnis von urbaner Dichte und Energiegewinnung gewidmet. Er ging der Frage nach, inwiefern sich die Struktur der Stadt durch das Ziel verbesserter Energieeffizienz verändern müsse. Er hat sich dabei besonders dem Themenfeld der Stromerzeugung aus solarer Strahlung gewidmet. - Die Stiftung Deutscher Architekten hatte Steffen Wurzbacher bei seinem Promotionsvorhaben mit einem Stipendium unterstützt.

Steffen Wurzbacher stellte als Ergebnis seiner Untersuchung die These auf, dass der diffusen Strahlung zukünftig ein größerer Stellenwert im Rahmen der Produktion von Strom zuteilwerden müsse. Denn gerade die Peaks, die südexponierte Anlagen in den ertragreichen sonnigen Mittagstunden erzeugen, wären für Netzbetreiber zunehmend ein Problem.

Wirtschaftlicher sei dagegen die solarenergetische Nutzung aus Ost- oder Westfassaden. Insofern seien ungerichtete Strukturen, wie zum Beispiel Blockrandbebauungen oder Punkthäuser für die nachhaltige Energiebereitstellung zukünftig wieder interessanter. Bisher fokussiere man sich noch sehr auf das Prinzip Nord-Süd. Das Bebauungsmuster mitteleuropäischer Städte bilde daher eine gute Voraussetzung für die Energiegewinnung aus solarer Diffusstrahlung. Wurzbacher prognostiziert den „Solaren Städtebau 2.0“.

Unter dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Prof. Dr.-Ing. Karsten Voss und den Gutachtern Prof. Dr.-Ing. Tanja Siems und Prof. Dipl.-Ing. M. Sc. Econ. Manfred Hegger entwickelte sich eine intensive Diskussion, zu der sich auch Gäste des Lehrstuhls von Professorin Siems einfanden. Zur erfolgreichen Verteidigung des Promotionsvorhabens gratulierte im Namen der Stiftung Deutscher Architekten dessen Geschäftsführer Markus Lehrmann zu einem guten Ergebnis. Er äußerte die Hoffnung, dass Architekt Wurzbacher auch zukünftig auf seinen Kenntnissen zu einer Weiterentwicklung energieeffizienter urbaner Strukturen beitrage. Mit dem von Architekt Wurzbacher gegründeten Büro Performative-Architektur wäre dazu ein Grundstein gelegt. Die Dissertation von Steffen Wurzbacher soll in Kürze veröffentlicht werden.

Die Stiftung Deutscher Architekten unterstützt regelmäßig aussichtsreiche Promotionsvorhaben qualifizierter Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur oder Stadtplanung.

Lesen Sie hier alle Berichte über die Promotion von Steffen Wurzbacher.

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