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Das zukünftige Baukunstarchiv

Markante Fassade, prominente Lage: Das ehemalige Museum am Ostwall in Dortmund wird Standort des künftigen Baukunstarchivs NRW - Foto: Markus Lehrmann.

Ortstermin im Baukunstarchiv NRW

Zu einem Ortstermin trafen sich die künftigen Gesellschafter der "Baukunstarchiv Nordrhein-Westfalen gGmbH" in Dortmund. Das ehemalige Museum am Ostwall wird derzeit vom Architekturbüro Spital-Frenking + Schwarz baukonstruktiv untersucht. Ziel ist eine verlässliche Kostenschätzung für die erforderlichen Maßnahmen der Sanierung.

Architekt Michael Schwarz erläuterte den Stand der Untersuchungen und nahm die zentrale Aussage, die mit Spannung erwartet wurde, vorweg: "Das Gebäude befindet sich in einem guten Zustand. Die Sanierungsmaßnahmen von Einzelgewerken der Technischen Gebäudeausrüstung in den 1990er Jahren und die solide Grundsubstanz lassen eine Sanierung im geplanten Kostenrahmen zu." Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutscher Architekten und Kammerpräsident Ernst Uhing dankte Bauassessorin Susanne Webeling, die seitens der Stadt Dortmund die Ortsbesichtigung begleitete, für das Engagement der Kommune. Die Zusage, die Sanierungsmaßnahmen aus Mitteln der Städtebauförderung zu organisieren und das Gebäude der "Baukunstarchiv Nordrhein-Westfalen gGmbH" zu überlassen, sei von zentraler Bedeutung für das gemeinsame Vorhaben.

Der  Vizepräsident der Ingenieurkammer-Bau NRW, Dr. Hubertus Brauer, und Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Appold sowie die Vertreter des Fördervereins für ein Baukunstarchiv (Stadtdirektor a. D. Klaus Fehlemann und Dipl.-Ing. Franz Hirthammer) zeigten sich angesichts der Einschätzung des Instandsetzungsaufwandes für das Gebäude erleichtert. Insbesondere der Zustand der Heizungsanlage sowie die geplante Erneuerung der übrigen technischen Gebäudeausrüstung tragen zu einer Nutzbarkeit des Gebäudes nach heutigen Anforderungen bei.

Neben der Erläuterung an Plänen wurde das Gebäude während eines Rundgangs in Augenschein genommen. Besonderes Interesse galt dabei dem Kellergeschoss sowie den Dachflächen. Die Sanierung des Daches und der Lichtöffnungen sei geplant und versetze das Gebäude auch unter energetischen Gesichtspunkten in den zeitgemäßen Stand der Technik. Die Untergeschosse würden in einen Zustand gebracht, der es auch zuließe, Archivalien einzulagern. Schon heute befindet sich dort in einigen Räumen eine Be- und Entlüftungsanlage. Diese bleibe erhalten.
Auch die Räume, die bis zu einer Komplettnutzung durch das Baukunstarchiv zur Vermietung vorgesehen sind, wurden begangen. Die Attraktivität der Lage innerhalb des Gebäudes in Verbindung mit dem innerstädtischen Umfeld stimmte die zukünftigen Gesellschafter zuversichtlich. Man könne erwarten, dass diese Räume auf Nachfrage träfen.

Der weitere Zeitplan sieht vor, dass die Ausschreibung für die Sanierungsarbeiten im Frühjahr 2016 erfolgen soll und dass ab Mitte 2016 mit dem Umbau des Gebäudes begonnen wird. Eine Öffnung des Baukunstarchivs ist für das Jahr 2018 geplant.
Derzeit laufen die Vorbereitungen zur Gründung der Betriebsgesellschaft. Für die Vertreterversammlungen der jeweiligen Kammer im Oktober bzw. November 2015 wird der Entwurf des Gesellschaftsvertrages vorgelegt.

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