Förderpreis 1996: Preistrräger
Dipl.-Ing. Hermann M. Schapmann
Im April 1997 zeichnete die Stiftung Deutscher Architekten besonders begabte Studenten und Absolventen der Studienfachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Städtebau mit dem Förderpreis 1996 aus. Dieser Preis wurde von der Jury zweimal verliehen. An dieser Stelle soll die Leistung der Preisträger nochmals gewürdigt und dokumentiert werden. Zweiter in der Reihe der beiden gleichwertigen Preisträger:
Hermann M. Schapmann: Integrative Zusammenarbeit des Architekten und des Bauingenieurs.
"Meine Vorstellung von ganzheitlicher Entwurfsbearbeitung beinhaltet eine praxisnahe Bearbeitung und die umfassende technische Durcharbeitung der Planungsaufgabe."
Im Rahmen des "Dortmunder Modell Bauwesen" ist die von Hermann M. Schapmann zum Förderpreis der Stiftung 1997 eingereichte Diplomarbeit mit dem Thema "Bausystem zur Errichtung von kleinen und mittelständischen Gewerbe und Industriebauten entstanden. Mit der eingereichten Arbeit demonstrierte er in Zusammenarbeit mit cand.-ing. Hagen Franke nicht nur seine eigenen Fähigkeiten, sondern zugleich auch in hervorragender Weise die sinnvolle Zusammenarbeit von Architekt und Bauingenieur bei einer Hochbauaufgabe. Die lückenlose Entwicklung vom Ganzen bis zum Einzelnen ist ebenso überzeugend, wie die detailmäßige Ausarbeitung in Zusammenarbeit mit den anderen am Bau beteiligten. Durch studienbegleitende Praxistätigkeit, entwickelte Hermann M. Schapmann sein Interesse für den Industriebau. Seine Intention war es, im Zuge der Diplomarbeit ein elementiertes Bausystem zu entwickeln, das flexibel ist und wechselnden Nutzeransprüchen angepaßt werden kann. Unter dieser Prämisse entstand zunächst ein Stahlbetontragsystem aus einer begrenzten Anzahl von Elementen, die sich beliebig aneinander reihen und stapeln lassen, so daß das Tragwerksystem auf wechselnde Nutzungsanforderungen der Betriebe flexibel reagieren kann und Tragwerksformen gebildet werden können, die auch in ihrer Geschossigkeit bis hin zu drei Produktionsgeschossen oder sechs Bürogeschossen frei erweiterbar sind. Das für die Fassade entwickelte Paneelsystem unterliegt den gleichen Grundsätzlichkeiten der Flexibilität und bietet auf einem Grundraster von 90/180 cm die Möglichkeit die Einzelelemente, je nach Nutzungsform, leicht auszutauschen. Das Ziel der städtebaulichen Konzeption ist geschlossen strukturierte und verdichtete Industriebereiche zu schaffen, die durch einen Grüngürtel von den Wohnbereichen getrennt werden.
Architekturstudium an der Universität Dortmund
Hermann M. Schapmann, geboren 1970 in Ostbevern absolvierte nach dem Wehrdienst das Architekturstudium an der Universität Dortmund. Während seines Studiums hat Hermann M. Schapmann im elterlichen Architekturbüro und in der elterlichen Bauunternehmung gearbeitet. Weitere Erfahrungen konnte er durch freiberufliche Mitarbeit im Architekturbüro MVP, Dipl.- Ing. J. Mertin, Dipl.- Ing. U. Vinzelberg und Partner in Bochum und Dortmund sowie bei Prof. Dipl.- Ing. H. Pfeiffer, Dipl.- Ing. Ch. Ellermann und Partner in Lüdinghausen erwerben. 1992 gewann Hermann M. Schapmann den Otto- Scherf Förderpreis für Studenten, 1994 erhielt er eine Anerkennung beim BDA- Studentenförderpreis 1994 des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und gewann den 1. Preis beim SCHÜCO-Ideenwettbewerb " Photovoltaik in der Gebäudehülle". 1997 den Förderpreis der MC- Bauchemie 1997. Hermann M. Schapmann arbeitet zur Zeit als freier Mitarbeiter im Architekturbüro Prof. Dipl.- Ing. H. Pfeiffer, Dipl.- Ing.- Ch. Ellermann und Partner und als freier Mitarbeiter im elterlichen Architekturbüro. Wichtig ist ihm bei seiner Tätigkeit, daß er selbständig und eigenverantwortlich arbeiten kann und seinen Beruf in allen Leistungsphasen der HOAI ausüben kann, er sieht die Architektenleistung als Gesamtwerk, an dessen Ende das erstellte Gebäude steht und möchte seine Tätigkeit auf kein Fall nur auf den Entwurf reduzieren.
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